Das Foto zeigt bei der Jahreshauptversammlung Geehrte und Vorstandsmitglieder der Umweltgruppe Burgwald mit (von links) Heinz Engel, Dirk Greis, Sabine Freiling, Klaus Klimaschka, Marion Chmelar und Matthias Hupfeld. Foto: Karl-Hermann Völker

Ernsthausen – Vogelschutz und die Betreuung von wertvollen, schützenswerten Flächen im Wetschaftstal waren die Arbeitsschwerpunkte der Umweltgruppe Burgwald im Naturschutzbund Deutschland (NABU) während des vergangenen Jahres. Vorsitzender Klaus Klimaschka (Ernsthausen) berichtete bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Goa, dass es sich bei den Flächen im Henzeriet mittlerweile um sieben gesetzlich geschützte Biotope und drei FFH-Lebensraumtypen handele, deren ökologische Wertigkeit als hoch beschrieben worden sei.


Als besonders erfolgreich habe sich das Beweidungsprojekt mit Wasserbüffeln, betreut von der Familie Kahler in Roda, erwiesen. „Die Wasserbüffel selbst pflegen nicht nur, sondern gestalten auch“, schilderte Klimaschka. „So haben sie innerhalb kürzester Zeit einen weiteren Tümpel angelegt, in dem sie sich gern zur Abkühlung aufhalten.“ Erfreut zeigte sich der NABU-Sprecher darüber, dass endlich einige der noch ausstehenden Kompensationsmaßnahmen für die vor acht Jahren gebauten Windkraftanlagen bei Ernsthausen durch eine ökologische Aufwertung des Bachlaufs der Wetschaft umgesetzt werden konnten.

Unweit entfernt davon habe die Gemeinde Burgwald eine weitere Fläche für die Beweidung zur Verfügung gestellt. „Auch hier haben die Wasserbüffel bereits ganze Arbeit geleistet“, sagte Klaus Klimaschka. Er berichtete außerdem von einer großflächigen Entbuschungsmaßnahme im Ernsthäuser Moor, durch die die Vernässung weiter gefördert worden sei.

Im Sommer dieses Jahres möchte die Umweltgruppe Burgwald eine Kindergruppe ins Leben rufen, kündigte sein Vorstandsmitglied Matthias Hupfeld (Ernsthausen) an. Eingeladen werden sollen Kinder im Grundschulalter von 6 bis 10 Jahren, die gemeinsam Natur erforschen und Erkundungstouren im Burgwald unternehmen wollen. Als Treffpunkt wird ihnen eine Hütte unweit der ehemaligen Revierförsterei Wolkersdorf dienen. Die Leitung der Gruppe wird Heike Hupfeld (Ernsthausen) übernehmen.

Landschaftspflege in den Flächen und der Ankauf einer Wiese hätten die wesentlichen Ausgaben des Vereins bestimmt, erklärte in seinem Kassenbericht Hermann Meyer (Ernsthausen). Nach Anhörung der Kassenprüfer Dirk Greis (Ernsthausen) und Sebastian Kahler (Roda) wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Reinhold Tripp (Schwalmstadt) berichtete anschließend in Vorträgen mit Fotos von Dieter Bark über die Steinkauz-Population in Ernsthausen und die Feldlerche als Vogel des Jahres.

Ehrungen für langjährige Treue

Derzeit gehören 181 Mitglieder zur Umweltgruppe Burgwald, davon 166 auch als Mitglieder des NABU. Die Vorsitzenden Klimaschka und Hupfeld ehrten für zehnjährige Treue und Mitarbeit Marion Chmelar (Schwalmstadt) sowie die Familien Wilfried Fackiner und Hartmut Vogt (beide Wiesenfeld), für 20 Jahre Sabine Freiling (Wiesenfeld), für 25 Jahre Dirk Greis und Heinz Engel (beide Ernsthausen), für 30 Jahre Birgit Hirschler (Bottendorf) und Klaus-Dieter Walther (Birkenbringhausen). Auf bereits 40-jährige Mitgliedschaft kann Willi Möller (Bottendorf) zurückblicken.