Burgwalder Umweltgruppen pflegten das gemeindliche Biotop im Senkelbachtal

Als 1984 zwischen Wiesenfeld und Ernsthausen die Gemeinde Burgwald in den „Borewissen“ ein Feuchtgebiet mit Tümpeln und einem Teich anlegte, standen dort drei Birken in malerischer Solitärstellung. In den letzten Jahren drohte aber das schützenswerte Biotop durch Birkenanflug gänzlich zu verwalden, sodass die örtlichen Umweltschutzgruppen im Februar 2010 zu einer Großpflegeaktion aufriefen.

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Mit erheblichem Kraftaufwand mussten die freiwilligen Helfer Holz und Birkenreisig an schwer zugänglichen Wasserflächen der „Borewissen“ bergen.

Gemeinsam waren zwei Tage lang freiwillige Helfer der NABU-Umweltgruppe Burgwald und des Vereins zum Schutz und Erhalt des Lebensraumes Burgwald (VSLB) mit Motorsägen im Einsatz, um wieder für Licht auf den Wasserflächen zu sorgen und in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises und der Gemeinde Burgwald einen Teil des Birkenaufwuchses zu entfernen. Fachkundig unterstützt wurden sie dabei auch durch das NABU-Mitglied Matthias Hupfeld (Ernsthausen), im Hauptberuf als Forstbeamter für das Revier Ernsthausen zuständig. Für den Abtransport des Schnittgutes sorgte Helmut Fackiner aus Willersdorf mit seinem Holzrückeschlepper.

Das Feuchtgebiet „Borewissen“ war 1984 im Senkelbachtal als eines von vielen Trittsteinbiotopen durch die Gemeinde Burgwald angelegt worden. Regelmäßig mähten seitdem Mitglieder der Umweltgruppe Burgwald die an Tümpel und Teich angrenzenden Wiesenflächen extensiv und sorgten für den Abtransport des Mahdgutes. Reges Amphibienleben entwickelte sich, Flora und Fauna wurden systematisch beobachtet.

„Jetzt kommen die beiden Teiche doch wieder zur Geltung“, freute sich Klaus Klimaschka, der gemeinsam mit Willy Becker die NABU-Umweltgruppe leitet, am Ende der Aktion. Ohne die Beschattung durch den Birkenaufwuchs biete die Fläche ein völlig neues Erscheinungsbild. Nun müsse nur noch der längliche Teich, der aus Drainagen der Wiesen gespeist wird, mit seinem zum Senkelbach hin gebrochenen Damm wieder abgedichtet werden. Das angefallene Birkenreisig solle von den Mitgliedern des Wiesenfelder Jugendtreffs beim Osterfeuer mit verbrannt werden, regte Klimaschka an.

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Gewohnt guter Service: Der 1. Vorsitzende Willy Becker sorgte für die Verpflegung.

Willy Becker, der während des Pflegeeinsatzes in den „Borewissen“ für ein kräftiges Frühstück sorgte, dankte den ehrenamtlichen Helfern für ihre teilweise doch sehr beschwerliche Arbeit in tiefem Schnee und an den Rändern der Feuchtflächen.

Fotos

© Karl-Hermann Völker