Biotopverbund Wetschaftsaue

Wasserbüffel im Wetschafttal im Burgwald

Im Henzeried begann ein Landschaftspflegeprojekt des Naturschutzbundes mit Wasserbüffeln

Rotweißes Flatterband entlang der Feldwege, Helfer an den Kreuzungspunkten, dann wurde es spannend: Acht schwere Wasserbüffel zogen jetzt ruhig zu ihrem ersten Einsatzort, dem Feuchtwiesengebiet „Henzeried“ nahe dem Sportplatz von Roda. Hier werden die Tiere in den kommenden Monaten bis Ende September erstmals auf Flächen der Stadt Rosenthal und des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) ihren Dienst tun: als „Bio-Bagger“, wie Naturschützer scherzhaft sagen, den Auengrund der Wetschaft vor dem Verbuschen bewahren und beim Suhlen kleine Wassertümpel anlegen.

Klaus Klimaschka auf dem Traktor, sowie Martin Scholz und Marion Chmelar beim Pflegeeinsatz in den Nauwiesen

Erneut großes Engagement zeigten Mitglieder der Umweltgruppe Burgwald im NABU auf ihren Feuchtwiesen im Wetschaftstal. Wie in jedem Jahr im Herbst am Ende der Vegetationsperiode fuhren sie das Mahdgut ab, nachdem es vorher mit dem Balkenmäher abgemäht worden war. Damit soll erreicht werden, dass dem Boden Nährstoffe entzogen werden als Grundlage für die Entwicklung von artenreichen Biotopen.

Die Helfer stehen in einer Reihe und stärken sich beim Frühstück, vorn liegt Paul in der Schaufel eines Baggers.

Umweltgruppe Burgwald hatte zu einer Pflegeaktion aufgerufen

Spinnenfäden zwischen Disteldolden, Tautropfen auf trockenen Sauergräsern, ein Rotkehlchen als Zaungast – das Wetschaftstal zwischen Roda und Ernsthausen zeigte sich noch einmal im schönsten Altweibersommer, als sich Mitglieder und Freunde der NABU-Umweltgruppe Burgwald zu einem Arbeitseinsatz auf den Nauwiesen trafen. Viele freiwillige Helfer waren mit drei Traktoren, Wagen und einem Baggerlader gekommen, um das Mahdgut aus den Feuchtwiesen abzutransportieren.

Plattbauch-Männchen sitzt mit ausgebreiteten Flügeln auf einem Ast, in den Ecken jedes der vier Flügel befindet sich außen oben ein schwarzer Fleck, der Hinterleib ist grau-blau.

Im Henzeried ist neuer Lebensraum für Pflanzen und Tiere entstanden

Im Juli flog bei einer Sprengübung des Technischen Hilfswerks (THW) aus Marburg der weiche Tonboden in die Luft, wie wir in unserem Artikel über die Großübung des THW berichteten. Jetzt spiegeln sich bereits die Wolken in der großen Wasserfläche, die sich seitdem dort gebildet hat. Allmählich erobert sich die Natur im Henzeried bei Roda ihren Raum zurück, neue Lebensformen entstehen rund um den Tümpel, der die Feuchtwiese ökologisch aufwerten soll.

Eine Fontäne aus Erde spritzt bei der Sprengung nach oben in die Luft.

THW Marburg veranstaltete bei Roda Großübung für Naturschutzzwecke

Zweimal ertönt gegen 11:53 Uhr der schrille Warnton. Dann durchbricht ein dumpfer Explosionsknall die Stille des Wetschaftstals bei Roda. Eine Riesenfontäne tiefschwarzer Erde steigt auf, Brocken wirbeln durch die Luft. Kurz darauf ist alles vorbei. Fachleute des Technischen Hilfswerks (THW) prüfen das entstandene Sprengloch, dann geben sie das Signal für den lang gezogenen Entwarnungston.

Schwebfliege besucht gelbe Sumpfdotterblumen

Feuchtwiesen im Mai

Im Mai hat der Frühling überall in der Natur Einzug gehalten, die vorherrschenden Farben sind Grün und Gelb. Eilige Wanderer oder Radfahrerinnen, die schnell unterwegs sind, wird in diesen Tagen allerdings einiges entgehen, wenn sie in der Frühlingslandschaft unterwegs sind.