Umweltgruppe Burgwald zeigte bei einer Exkursion Ergebnisse aus 25 Jahren

Feuchtwiesen mit Orchideen an der Nemphe, alte Apfelsorten auf Streuobstwiesen bei Ernsthausen, mit Feldgehölzen überzogene ehemalige Bauschuttdeponien bei Wiesenfeld, ein Naturlehrpfad an den Wolkersdorfer Teichen - sie und viele andere Projekte der Umweltgruppe Burgwald im Naturschutzbund Deutschland (NABU) waren Ziele einer ganztägigen Radwanderung. Dabei wurde sichtbar, dass sich die von der Gruppe betreuten „Wirkungsstätten“ zu wertvollen Biotopen und Landschaftsformen entwickelt haben.

Teilnehmer an der Führung hören den Ausführungen von Klaus Klimaschka zu
Naturschönheiten mit dem Rad besucht: Rund 30 Kilometer legten die Radwanderer der NABU-Umweltgruppe Burgwald zu ihren Wirkungsstätten zurück, sachkundig geführt von Klaus Klimaschka (Mitte) und Matthias Hupfeld (links).

Die Umweltgruppe Burgwald feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Die Fahrrad-Exkursion war ein Angebot im Jubiläumsprogramm dieses Sommers, zu dem die Vorsitzenden Klaus Klimaschka und Matthias Hupfeld eingeladen und für die sie eine lange Liste mit Informationen vorbereitet hatten. Sie starteten mit der Gruppe und ihren Gästen im Moorsgrund bei Ernsthausen, verwiesen auf die große Schilffläche am Bahndamm und erläuterten dann das flächenhafte Naturdenkmal „Seitenbruch“: 110 Pflanzenarten sind in diesem Moorgebiet gefunden worden, von denen viele auf der „Roten Liste“ stehen. Auch die fast ausgestorbene „Fadensegge“ ist dabei. Hier halfen die Naturschützer bei der Entbuschung der Moor-Vegetation.

Innerhalb des Biotop-Verbundsystems Oberes Wetschaftstal sorgte die Umweltgruppe Burgwald für die Vernässung von Feuchtwiesen, so in den „Nauwiesen“ oder im „Hetzeried“ oder bei Roda, wo der Bach wieder durch Auskolkungen seinen natürlichen Verlauf hat und zahlreiche Tümpel für reiches Amphibienleben sorgen.

Nach einer Mittagsrast an den Wolkersdorfer Teichen bei Bottendorf ging es durch den Helmersdorfer Grund mit Dohlenbrutkolonien nach Burgwald, wo die vor Jahren angelegten Metak-Ausgleichsflächen Feldgehölz und Streuobstwiese begutachtet wurden. Das „Rabental“ bei Wiesenfeld mit seinen knorrigen Kopfweiden, die Begleitpflanzung mit Erlen am Senkelbach und die Tümpel an den „Borewissen“ waren weitere Stationen der Radtour. Ein Feldgehölz an der „Winterseite“ in Ernsthausen, ein Starenschlafplatz und der Horst des seit wenigen Jahren wieder zurückgekehrten, seltenen Steinkauzes interessierte die Naturschützer besonders.

„Dass die Gemeinde Burgwald Hochzeitsbäume mit alten Obstsorten an alle jungen Paare verschenkt, war vor mehr als 20 Jahren eine Anregung von uns“, berichtete Klaus Klimaschka. „Wir freuen uns, dass damit der Artenreichtum auch wieder in die Gärten eingezogen ist.“ Mehrere Wohnhäuser im Bereich der Großgemeinde wurden von der NABU-Gruppe als „Fledermausfreundliches Haus“ mit einer Plakette ausgezeichnet.

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Jubiläumsfest

Das öffentliche Jubiläumsfest „25 Jahre NABU-Umweltgruppe Burgwald“ wird am Sonntag, 21. Juni, im und am Dorfgemeinschaftshaus Ernsthausen mit Ausstellungen und Spielangeboten für Kinder stattfinden. Es beginnt mit einer Andacht und anschließenden Grußworten der Gäste um 10 Uhr. Dann wird der Biologe Claus Neckermann eine Exkursion zum Naturdenkmal Seitenbruch anführen. Nach dem Mittagsimbiss im DGH gibt es ab 14 Uhr einen Bilderrückblick auf 25 Jahre Umweltgruppe, darunter die preisgekrönten Fotos des zum Jubiläum ausgeschriebenen Wettbewerbs „Faszination Natur“. Ab 15.30 Uhr spricht Eberhard Leicht über den „Burgwald im Europäischen Schutzgebietssystem NATURA 2000“. Zu diesem Jubiläumsfest ist jedermann eingeladen.

Karte der Radtour

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GPS

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Die Touren wurden mit den Programmen MapSource® und BaseCamp® von Garmin® erstellt und bearbeitet.

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Fotos

© K.-H. Völker, R. Tripp