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Eine Fontäne aus Erde spritzt bei der Sprengung nach oben in die Luft.

THW Marburg veranstaltete bei Roda Großübung für Naturschutzzwecke

Zweimal ertönt gegen 11:53 Uhr der schrille Warnton. Dann durchbricht ein dumpfer Explosionsknall die Stille des Wetschaftstals bei Roda. Eine Riesenfontäne tiefschwarzer Erde steigt auf, Brocken wirbeln durch die Luft. Kurz darauf ist alles vorbei. Fachleute des Technischen Hilfswerks (THW) prüfen das entstandene Sprengloch, dann geben sie das Signal für den lang gezogenen Entwarnungston.

Schwebfliege besucht gelbe Sumpfdotterblumen

Feuchtwiesen im Mai

Im Mai hat der Frühling überall in der Natur Einzug gehalten, die vorherrschenden Farben sind Grün und Gelb. Eilige Wanderer oder Radfahrerinnen, die schnell unterwegs sind, wird in diesen Tagen allerdings einiges entgehen, wenn sie in der Frühlingslandschaft unterwegs sind.

Kopfweiden mit ihrem kurzen Stamm und den strahlenartig vom Kopf abstehenden Gerten stehen in einer Reihe, die diagonal durchs Bild verläuft. Es ist leicht neblig, im Hintergrund Wolken und ein Stück blauer Himmel.

Es sind knorrige Kerle, und wenn der Frühnebel durch das Rabental kriecht, wirken sie mit ihren Köpfen und wild zu Berge stehenden Haaren fast etwas gespenstisch. Seit zwei Jahrzehnten pflegt die Umweltgruppe Burgwald im Naturschutzbund Deutschland (NABU) zwischen Wiesenfeld und Birkenbringhausen eine Reihe alter Kopfweiden, die sich seitdem zu landschaftsprägenden Baumveteranen entwickelt haben. Alle zwei Jahre werden ihre Äste zurückgeschnitten und im Frankenberger Wildgehege verfüttert – das Stammholz aber wird allmählich immer morscher.

Heidschnucken mit weißem und braunem Fell, alle tragen nach hinten gebogene Hörner

Der „Seitenbruch“ bei Ernsthausen wurde zum Naturdenkmal erklärt

Seit Jahren schon pflegt die Umweltgruppe Burgwald den „Seitenbruch“ bei Ernsthausen gemeinsam mit anderen Feuchtwiesen im Bereich der Wetschaft durch eine jährliche Mahd. Ab 2002 wurde die Fläche in enger Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde planvoll entbuscht und renaturiert, verdrängte Pflanzen kehrten zurück. Und allmählich entstand wieder eine Feuchtbrache mit ganz ausgeprägtem, reizvollem Moorcharakter. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat das Biotop „Bruchwiesen“ nun in die Liste seiner Naturdenkmale aufgenommen.

Mitglieder des NABU Burgwald tragen gemeinsam Birkenstämme aus dem Gelände.

Burgwalder Umweltgruppen pflegten das gemeindliche Biotop im Senkelbachtal

Als 1984 zwischen Wiesenfeld und Ernsthausen die Gemeinde Burgwald in den „Borewissen“ ein Feuchtgebiet mit Tümpeln und einem Teich anlegte, standen dort drei Birken in malerischer Solitärstellung. In den letzten Jahren drohte aber das schützenswerte Biotop durch Birkenanflug gänzlich zu verwalden, sodass die örtlichen Umweltschutzgruppen im Februar 2010 zu einer Großpflegeaktion aufriefen.