Unsere Projekte

Teilnehmer an der Radexkursion in der METAK-Streuobstwiese zwischen Burgwald und Wiesenfeld

Umweltgruppe Burgwald zeigte bei einer Exkursion Ergebnisse aus 25 Jahren

Feuchtwiesen mit Orchideen an der Nemphe, alte Apfelsorten auf Streuobstwiesen bei Ernsthausen, mit Feldgehölzen überzogene ehemalige Bauschuttdeponien bei Wiesenfeld, ein Naturlehrpfad an den Wolkersdorfer Teichen - sie und viele andere Projekte der Umweltgruppe Burgwald im Naturschutzbund Deutschland (NABU) waren Ziele einer ganztägigen Radwanderung. Dabei wurde sichtbar, dass sich die von der Gruppe betreuten „Wirkungsstätten“ zu wertvollen Biotopen und Landschaftsformen entwickelt haben.

Marika Tripp, Kimberly Tripp, Willy Becker, Adam Daume und Wilfried Tripp

Seltene Schafrasse weidet für Naturschutz

Seit drei Jahren versorgen Wilfried und Marika Tripp die kleine Schafherde der Burgwalder NABU-Umweltgruppe. Sie betreiben mit den Tieren lebendige Landschaftspflege. Im Januar diesen Jahres überraschte Bürgermeister Adam Daume die Hobby-Schafhalter mit der Verleihung der Ehrenamts-Card Hessen.

Matthias Hupfeld steht hoch oben in einem Apfelbaum

Die große Zeit der Streuobstwiesen war im 19. und 20. Jahrhundert: Zu einer Zeit, als man sein Essen noch nicht im Supermarkt kaufte, spielten sie eine wichtige Rolle für die Ernährung der Bevölkerung. Heute sind sie ein wertvoller Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Aktive aus dem NABU Burgwald trafen sich zum Pflegeschnitt der Bäume im Moorsgrund.

Wasserbüffel im Wetschafttal im Burgwald

Im Henzeried begann ein Landschaftspflegeprojekt des Naturschutzbundes mit Wasserbüffeln

Rotweißes Flatterband entlang der Feldwege, Helfer an den Kreuzungspunkten, dann wurde es spannend: Acht schwere Wasserbüffel zogen jetzt ruhig zu ihrem ersten Einsatzort, dem Feuchtwiesengebiet „Henzeried“ nahe dem Sportplatz von Roda. Hier werden die Tiere in den kommenden Monaten bis Ende September erstmals auf Flächen der Stadt Rosenthal und des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) ihren Dienst tun: als „Bio-Bagger“, wie Naturschützer scherzhaft sagen, den Auengrund der Wetschaft vor dem Verbuschen bewahren und beim Suhlen kleine Wassertümpel anlegen.

Klaus Klimaschka auf dem Traktor, sowie Martin Scholz und Marion Chmelar beim Pflegeeinsatz in den Nauwiesen

Erneut großes Engagement zeigten Mitglieder der Umweltgruppe Burgwald im NABU auf ihren Feuchtwiesen im Wetschaftstal. Wie in jedem Jahr im Herbst am Ende der Vegetationsperiode fuhren sie das Mahdgut ab, nachdem es vorher mit dem Balkenmäher abgemäht worden war. Damit soll erreicht werden, dass dem Boden Nährstoffe entzogen werden als Grundlage für die Entwicklung von artenreichen Biotopen.

Die Helfer stehen in einer Reihe und stärken sich beim Frühstück, vorn liegt Paul in der Schaufel eines Baggers.

Umweltgruppe Burgwald hatte zu einer Pflegeaktion aufgerufen

Spinnenfäden zwischen Disteldolden, Tautropfen auf trockenen Sauergräsern, ein Rotkehlchen als Zaungast – das Wetschaftstal zwischen Roda und Ernsthausen zeigte sich noch einmal im schönsten Altweibersommer, als sich Mitglieder und Freunde der NABU-Umweltgruppe Burgwald zu einem Arbeitseinsatz auf den Nauwiesen trafen. Viele freiwillige Helfer waren mit drei Traktoren, Wagen und einem Baggerlader gekommen, um das Mahdgut aus den Feuchtwiesen abzutransportieren.

Plattbauch-Männchen sitzt mit ausgebreiteten Flügeln auf einem Ast, in den Ecken jedes der vier Flügel befindet sich außen oben ein schwarzer Fleck, der Hinterleib ist grau-blau.

Im Henzeried ist neuer Lebensraum für Pflanzen und Tiere entstanden

Im Juli flog bei einer Sprengübung des Technischen Hilfswerks (THW) aus Marburg der weiche Tonboden in die Luft, wie wir in unserem Artikel über die Großübung des THW berichteten. Jetzt spiegeln sich bereits die Wolken in der großen Wasserfläche, die sich seitdem dort gebildet hat. Allmählich erobert sich die Natur im Henzeried bei Roda ihren Raum zurück, neue Lebensformen entstehen rund um den Tümpel, der die Feuchtwiese ökologisch aufwerten soll.