Wie in jedem Jahr am Ende der Wachstumsperiode hatte Klaus Klimaschka von der Umweltgruppe Burgwald im NABU die Feuchtwiesen im Wetschaftstal gemäht. Am Wochenende zogen die Mitglieder mit Schleppern, Wagen und Gabeln los, um das Mahdgut abzufahren. Neu in diesem Jahr: Diesmal wurde die Arbeit aufgeteilt. Während die menschlichen Helfer sich um die Flächen in den Ernsthäuser Nauwiesen und am Rodaer Teichgelände kümmerten, hatten seit dem Juli die Wasserbüffel im Rodaer Henzeried die Pflege übernommen.

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01/12 
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Beide Aktivitäten dienen dazu, die Feuchtbereiche als wertvollen Lebensraum für Sumpfpflanzen, Insekten, Amphibien sowie Wasservögel zu erhalten und die ökologische Qualität zu verbessern. Im Gebiet der Wasserbüffel am Henzeried fällt der Erfolg direkt ins Auge: Der Bewuchs mit Schilf, Seggen  wurde kurzgehalten. Hier und da wurden kleinere Kuhlen angelegt. Der vor Jahren gesprengte Teich sieht zwar größer aus, nach Auskunft von Klimaschka sei dies aber nur die Folge davon, dass die Tiere den Bewuchs im Uferbereich abgeweidet hätten. „Wenn man genauer hinschaut, sieht man aber auch, dass die Büffel bestimmte Bereiche besonders intensiv freihalten. Da die Tiere in der Regel nicht quer über die Wiese laufen, sondern vorwiegend am Rand entlang, entstehen regelrechte Wege, die frei von Bewuchs seien und an denen das Buschwerk verschwunden sei. Damit sei das Ziel eines offenen Geländes erreicht worden.“

Das gleiche Ziel wird auch auf den gemähten Wiesen verfolgt. „Wenn man die Flächen sich selbst überlassen würde, würden sie natürlicherweise erst verbuschen und dann würden Bäume darauf wachsen. Für Amphibien wie Frösche und Kröten, für die meisten Wat- und Wasservögel und für lichtliebende Pflanzen wäre der Lebensraum dann verloren“, so Klimaschka.

Die Arbeit selbst war für die NABU-Aktiven schnell erledigt. Bei dem wunderschönen Frühherbstwetter, stahlblauem Himmel und klarer Luft machte das Arbeiten richtig Spaß. Ein Teil des abgemähten Grases war bereits in die Biogasanlage abtransportiert worden, so dass die drei Anhänger schnell beladen waren und zum Kompostieren gebrachrt werden konnten.

Dass die Tiere sich in ihrem menschengemachten Umfeld wohlfühlen und fit sind zeigt sich beispielhaft daran, dass es dem Autor und Fotografen dieses Berichts nicht gelang, die gesichteten Grasfrösche und die Waldeidechse zu fotografieren. Kaum entdeckt hatten sie sich so schnell versteckt, dass sie nicht mehr abgelichtet werden konnten.