NABU-Umweltgruppe hielt Rückblick auf Aktivitäten in 2015

Ernsthausen. Feuchtwiesenpflege, Vogelschutz, Ausstellungen, Vorträge und Exkursionen zum 25-jährigen Bestehen bestimmten das Arbeitsprogramm der Umweltgruppe Burgwald im Naturschutzbund (NABU). „Wir können bei diesen Veranstaltungen viele Menschen für den Naturschutzgedanken ansprechen und ihren Blick auf die Vielfalt von Lebensräumen in unserer Burgwald-Region öffnen“, erklärte in der Jahreshauptversammlung Vereinsvorsitzender Klaus Klimaschka (Ernsthausen).

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Mit seinem Vorstandskollegen Matthias Hupfeld (Ernsthausen) stellte er die Jahresbilanz der Umweltgruppe vor: Eine Waldwanderung mit Steffen Hering (Münchhausen) und eine Vogelstimmenexkursion mit Heinz-Günther Schneider (Laisa) hatten das Programm des Festjahres eröffnet.

Neue Wege erproben

Eine ganztägige Radwanderung zu den von der Umweltgruppe betreuten Flächen und Biotopen folgte. Dazu gehören mehrere schützenswerte Feuchtwiesen, die nach einem festgelegten Plan gepflegt werden. Ein großflächiger Mahdeinsatz im „Henzeried“ konnte nur mit Hilfe von Rudi Stolz und seinen Spezialgeräten sowie der Hilfe durch die Naturschutzjugend Frankenberg bewältigt werden, wie Klimaschka berichtete. Er dankte allen freiwilligen Helfern. Neue Wege wolle man in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde bei einem Beweidungsprojekt mit Wasserbüffeln erproben, zu dem sich die Familie Kahler in Roda bereit erklärt habe.

Eine Führung durch das Naturdenkmal Seitenbruch mit dem Biologen Claus Neckermann bei Ernsthausen war ebenfalls Teil des Jubiläumsprogramms 2015. „Das Ernsthäuser Moor zeigt eine überwiegend positive Entwicklung, die sich besonders in der Zunahme der Torfmoose auf dem Moorzentrum sowie dem Erscheinen der Fadensegge widerspiegelt“, berichtete Matthias Hupfeld. Auch eine Vielzahl von gefährdeten Tagfaltern, Widderchen, Heuschrecken und Libellen sei in diesem Gebiet beobachtet worden.

Mit großer Freude konnte die Umweltgruppe Burgwald in ihrem Jahresbericht vermerken, dass die Steinkauzpopulation bei mindestens zwei sicheren Bruten stabil geblieben ist. Das Nistangebot für Turmfalken konnte erhalten werden, weil trotz Abbaus der Stromleitung nach Roda die entsprechend ausgestatteten Masten erhalten blieben. Gedankt wurde Martin Scholz (Bottendorf) für seine jährliche Nistkastenkontrolle.

Für 20 Jahre Mitgliedschaft im NABU wurde im Jahresrückblick Helmut Aubel, Helga Aubel, Christoph Aubel, David Aubel und Matthias Moog gedankt, zehn Jahre im Naturschutzbund war Nils Figge. Auf 20 Jahre Mitgliedschaft in der Umweltgruppe Burgwald konnten Günther Seip, Christian Rein, Peter Åkeson, Axel Simon, Marion Chmelar und Wulf Schröder.