Eine große Anzahl von Gästen gratulierte der Umweltgruppe Burgwald im Naturschutzbund Deutschland (NABU) zu ihrem 25-jährigen Jubiläum. Auf alle, die gekommen waren, wartete ein spannendes und abwechslungsreiches Programm.

20150621_nabu_jubilaeum_024_520x347
20150621_nabu_jubilaeum_025_520x347
20150621_nabu_jubilaeum_032_520x347
20150621_nabu_jubilaeum_036_520x347
20150621_nabu_jubilaeum_052_520x347
20150621_nabu_jubilaeum_057_520x347
20150621_nabu_jubilaeum_077_520x347
20150621_nabu_jubilaeum_101_520x347
20150621_nabu_jubilaeum_107_520x347
1/9 
start stop bwd fwd

1990 war die Gruppe aus der kirchlichen Umweltarbeit hervorgegangen. Daher wurde der Festtag mit einer Andacht eröffnet, die von Prädikant und Umweltgruppenmitglied Daniel Panzer gestaltet wurde. Die Schöpfung sei Ausdruck der Liebe Gottes, diese bewusst wahrzunehmen und zu bewahren sei Auftrag der Menschen, lautete der Tenor seiner Ansprache.

Als Vertreter der politischen Gemeinde Burgwald erinnerte Bürgermeister Lothar Koch an eine lange Reihe von Naturschutzprojekten, bei der auch immer wieder Kinder und Jugendliche aktiv engagiert waren und so an die Natur herangeführt wurden. Die Umweltschützer hätten mit ihrem Einsatz für die Natur auch dazu beigetragen, Lebensqualität in der Region zu erhalten. Dass sie dabei auch gelegentlich mahnend den Zeigefinger gehoben hätten, solle auch in Zukunft so bleiben.

Der Vorsitzende des NABU-Kreisverbands Heinz-Günther Schneider dankte für die nachhaltige Umweltarbeit und die Zusammenarbeit mit den anderen Ortsgruppen. Er erinnerte insbesondere an den 2012 verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Willy Becker, der mit seinem Sachverstand und Engagement viel bewegt habe.

Eines der in Beckers Zeit als Vorsitzender als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesenen Flächen ist der Seitenbruch, eine Niedermoor im Wetschafttal. Der Diplom-Biologe Claus Neckermann, zuständig für die wissenschaftliche Begleitung des von der Umweltgruppe gepflegten Gebiets, führte eine große Besuchergruppe durch das Feuchtgebiet am Rande des Burgwalds. Er forderte die Naturschützer auf, sich nachhaltig für den Erhalt einzusetzen.

Während des gesamten Festes stellte der pensionierte Förster Eberhard Engelbach seine umfangreiche Sammlung einheimischer Käfer aus. Von den erstaunlich kleinen Borkenkäfern, die in Wirtschaftswäldern große Schäden anrichten können, über prächtige Laufkäfer bis zum imposanten Hirschkäfer hat er über Jahrzehnte eine einzigartige umfangreiche Sammlung zusammengetragen und in liebevoll gestalteten Schaukästen arrangiert.

Auch für die Kinder gab es spezielle Mitmachangebote, die Susanne Becker vorbereitet hatte. Umrahmt wurde die Jubiläumsveranstaltung mit einer Auswahl von Fotos aus der Vereinsgeschichte. Der 1. Vorsitzende Klaus Klimaschka dankte allen Mitwirkenden, insbesondere den Mitgliedern der Ernsthäuser Vereine, die die Bewirtung der Gäste übernommen hatten.

Fotowettbewerb

Sieger im Fotowettbewerb „Fazination Natur“ wurde Jens Freitag aus Frankenberg, 2. Sieger Lothar Feisel aus Mellnau gefolgt von Mario Rutsch aus Wiesenfeld und Reinhold Tripp aus Schwalmstadt. Vorstandsmitglied Matthias Hupfeld hob die hohe Qualität der Naturfotografien mit Vögeln, Schmetterlingen, Amphibien und heimischen Pflanzen hervor.